Roman: Gespräch mit einem Engel
Barbara Schuboe

100 Seiten, broschiert

Erscheinungsdatum: 01.12.2003

ISBN: 3 – 9808990 – 1 - 2

Einzelpreis: Euro 9,80

Leseprobe

Am Weihnachtsabend bekommt eine Frau Besuch von einem kleinen, dicken, ziemlich kessen Engel. Es entspinnt sich einheiterer, vergnüglicher Dialog auch über ernste Themen - unter anderem kommt die Sprache auf den Missbrauch in ihrer Kindheit. Der Engel diskutiert mit der Frau alle Fragen, die ihr auf der Seele liegen. Sie bekommt Antworten, die ihr zwar manchmal nicht passen, erfährt aber auch, warum bestimmte Muster im Leben aller Menschen immer wiederkehren. Spritzig, interessant, gute Kombination aus Ernst und Lockerheit.

Zur Autorin
Barbara Schuboe wurde 1950 in Mainz/Rhein geboren und arbeitet als Redakteurin für ein Fernseh-Magazin und als Theater-Regisseurin. Zusätzlich engagiert sie sich auch als Lebensberaterin (Alpha-Training nach Ackermann, Schweiz).

Das Buch „Gespräche mit einem Engel“ kombiniert zwei Phasen aus dem Leben von Frau Schuboe, die selbst in ihrer Kindheit missbraucht wurde. Vor zwanzig Jahren, nach einer einjährigen Aufarbeitung in einer Selbsthilfegruppe entstanden eruptionsartig Texte, kurze Fragmente, Skizzen, Fetzen des Grauens aus ihrer Erinnerung. Diese Texte werden kombiniert mit den Gesprächen, die die Autorin mit ihrem Schutzengel führte und die sie vor zwei Jahren aufgeschrieben hat.

Die Entscheidung, Selbsthilfe zu praktizieren, setzte den Heilungsprozess in Gange. Barbara Schuboe vertritt die Ansicht, dass insbesondere diese Therapie zur Vergangenheitsbewältigung zu empfehlen ist, da nur Betroffene wirklich mitreden können.

Die Erfahrung, dass sie nicht alleine war, dass Andere ebenfalls mit den Dämonen des Missbrauchs zu kämpfen hatten, dass ihr manchmal merkwürdiges Verhalten in Partnerschaft und Beruf seinen Ursprung in den Kindheitserlebnissen hatte, veränderte ihr Leben. Sie erkannte in der Selbsthilfe-Gruppe, dass sie nur Heilung finden konnte, wenn sie eines Tages dem Täter und den Mitwissern verzeihen konnte.

Barbara Schuboe entschloss sich vor 20 Jahren, die Spirale der Gewalt, der Wut und des Schmerzes nicht weiter zu drehen und genas daraufhin. Allen, die noch tief im Schmerz und in der Scham leben, will sie sagen, dass das Leben wieder lebenswert werden kann. Die Vergangenheit muss nach Ansicht der Autorin dafür nicht geleugnet werden, aber sie muss als Vergangenes akzeptiert werden. Sie zeigt, wie die Behinderung, die in der Seele eines Missbrauchsopfers besteht, umgewandelt werden kann in Stärke, ohne dabei Patentlösungen zu bieten.

Barbara Schuboe ist zu einer glücklichen Frau geworden, die größtenteils in sich ruht. Sie hat schon vielen Menschen helfen dürfen, die ähnliche seelische Verletzungen erlebt haben.